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Kategorie: Kurzgeschichten
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122 mal angesehen
Geschrieben am 02.09.2010 um 21:36 Uhr
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Ohne Titel

die brennenden gase der sonne brüllen ohne gnade auf ihn herab. jede seiner groben poren heult und sabbert verachtung. alle furchen und falten an seinem körper scheinen einen sauersalzigen fluß auszuspeien und er würde die faust geballt mit hass und zorn gen himmel schlagen, hätte er nur noch die kraft dazu. der wind entfacht ein brennendes feuer in seinen beugen und kichert hämisch alle hitze auf seinen körper. wie lange soll er das noch aushalten? diese verachtung seiner existenz durch die natur. stellenweise stottern seine augen noch vereinzelte bilder in sein gehirn, die sich in ihm festfahren wie glänzende trucks in engen altstadtstraßen. seine seele kriecht ihm zähflüssig durch den körper und sucht nach einem fluchtweg. in zeitlupe versucht er seinen fluch namens körper wegzubewegen. doch es gibt kein weg. weder vorne, noch hinten wartet ein seeliger eisengel, der seine flügel zu kaltem, frischen nordwind zusammenschlägt und so windet er sich wie ein grausam langer krampf, der den ganzen körper mit brennendem schmerz durchflutet auf den schrecklich spitzen steinen von einer seite zur anderen um seinen schmerz ja gleichmäßig auf den gesamten körper zu verteilen und nicht gezielt ein teil zu verbrennen. fucking bbq! langsam atmet er weiches feuer in seinen körper und hofft auf... gar nichts mehr. "zum teufel mit diesem drecksleben. geh endlich aus mir, jämmerliche schmerzerfüllte ausgeburt der natur. meine mutter!" zuerst zweifelte er an seinen schmerzen und ihrem recht. doch je weniger licht seine augen in sein gehirn spuckten und umso mehr schmerzen seinen körper durchtränkten, umso mehr begann er daran zu glauben. daran, das es echt ist. das kein schmerz ohne grund kommt und einen einholt. alle gerechtigkeit die geerntet wurde wird irgendwann mit schmerzen wieder ausgesäht um neues leben zu keimen. so soll es sein, früher und jetzt, bei jedem. alles was jetzt geschieht, würde den weg zur freiheit glätten. es gibt keine freiheit ohne gleichheit. das gleichgewicht der natur wird wieder hergestellt. er war ein schlechter mensch. er merkt es jetzt und bereut. geniessen kann er den schmerz dennoch nicht, was würde ihm auch einfallen der genugtuung eine lächerliche clownsmaske aufzumalen? nein. bereue, mein lieber! du sollst bereuen. jeder noch so kleine gedanke in deinem verkümmerten kopf soll sich in reue winden. immer und immer wieder, und wenn du glaubst das es keine erlösung mehr gibt, wenn alle reue deinen körper verlassen hat und durch schmerz ersetzt wurde, dann darfst du die augen schließen und deinen letzten atemzug machen. denk an etwas trauriges zum abschied, denn das wird im echo der ewigkeit nachhallen wie der tote stern, den du noch sehen kannst. versuche all dein ich in diese letzte emotion zu packen, danach kommt nichts mehr.
nichts.

Kommentare
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  •  BellaDream geschrieben vor 611 Tag (neutral) 
     
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    wow. wie kommen dir die ideen dazu?
     
       
     
     
    0 Punkte
     
Copyright © 2012 Patrick Schlesinger.