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Kategorie: Gedichte
Stichwörter:
129 mal angesehen
Geschrieben am 06.02.2011 um 10:52 Uhr
Text
Der (einsame) Drache

Der Drache ist erwacht,
in düstrer, kalter Nacht.
Er stapft hinaus ins Freie,
auf das er wieder Feuer speie.
Träge erhebt er sich in die Lüfte
und fliegt über tausend Klüfte.
Hoch oben auf dem Berge er sucht
und auch tief drunten in der Schlucht,
nach einem andren Drachen.
Doch er ist einzigartig, was ihn freut,
was er gleichzeitig jedoch bereut...
Er ist einsam und allein,
wird immer der einzige Drche sein.
Nie wird er Freunde haben,
sich mit ihnen am Festschmaus laben.
Ein letztes Mal noch steigt er empor,
aus seinen Augen eine Träne dringt hervor...
Dann legt er die Flügel an und lässt sich fallen,
hart schlägt er unten auf
und unbemerkt von ihm, der stirbt,
erwachen in dieser Nacht,
durch des Aufpralls Krachen,
tausend andre Drachen...
Sie wachen auf und sehn zum Himmel,
dort zeigen ihnen die Sterne
des ersten Drachen Träne......

 

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