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Kategorie: Kurzgeschichten
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164 mal angesehen
Geschrieben am 19.04.2011 um 07:57 Uhr
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Die Sage vom Kampf der drei

Hallo,

seit einiger Zeit schreibe ich nun schon an einem Buch, leider habe ich es bisher noch nciht fertigstellen können, da ich aber daran weiterarbeite möchte ich euch hier gerne einmal eine kleine Leseprobe einstellen und würde mich freuen wenn ihr mir in euren Kommentaren eure Meinung zur Stors, zum Schreibstil und anderen Dingen mitteilen würdet. (Konstruktive Kritik wird immer gern gesehen :))

Diese Leseprobe umfasst ca. 10 DIN A4 seiten und macht damit ca. 1/14tel des bisher geschriebenen aus :)

Viel Spaß beim Lesen !

 

Zala stand am Rand des großen Canyon von Cataléarn und genoss die letzten Sonnenstrahlen des Tages und den Wind der ihr durch das dunkelblonde Haar wehte. Sie stand einfach nur da und beobachtete wie das Abendlicht rötliche Schimmer auf steil aufragende Felswand der anderen Seite warf. Als plötzlich der Schatten eines anderen Zwerges neben ihr erschien erschrak sie so sehr das in den Canyon gefallen wäre hätte der Zwerg sie nicht am Kettenhemd gepackt und festgehalten. „Die Elben sind eingetroffen, Königin Zala, “ sagte er ohne auf die Reaktion der Zwergin auf sein erscheinen  einzugehen.“ „Danke Gilmer, richte ihnen aus das ich gleich bei ihnen sein werde.“ Gilmer nickte ihr zu und entschwand in Richtung Lager, jeder andere Zwerg hätte mit einer Strafe zu rechnen gehabt, weil er sich nicht vor der Königin der Zwerge verneigt hatte, aber er war einer ihrer engsten Vertrauten und besten Freunde und hatte daher nichts zu befürchten. Zala warf noch einen letzten Blick auf die Felsen und wandte sich dann um, um ins Lager zurück zu kehren. Auf halbem Weg blieb sie noch einmal stehen und lauschte, da sie dachte etwas gehört zu haben, doch so sehr sie sich auch anstrengte sie hörte nur die Vögel und Insekten der Umgebung, trotzdem blieb das Gefühl beobachtet zu werden.

Hinter einem Baum nahe dem Weg, den die Königin der Zwerge Richtung Lager nahm lehnte der Gnom, der ausgesandt war die Königin zu beobachten und alles was diese tat zu melden an und schalt sich selbst dumm, weil er auf einen Ast getreten und sich so fast verraten hätte. Im letzten Augenblick bevor die Königin sich umgedreht hatte, hatte er sich hinter den Baum retten können, denn obwohl er bereits vieles über ihre Einstellung gegenüber Gnomen wusste war er sich nicht sicher was sie tun würde und der Axt der Königin wäre er bestimmt nicht entkommen, hätte diese ihn erwischt, wie er ihr hinterher spionierte. Gnome konnten ja schon von Glück reden wenn sie eine Begegnung mit einem Zwerg überlebten wenn es reiner Zufall war, dass sie sich begegneten, dies lag daran das Gnome behaupteten dass sie vom gleichen Gott wie die Zwerge erschaffen worden waren. Als die Königin weiter Richtung Lager ging stieß er sich vom Baum ab und machte sich erneut an die Verfolgung der Zwergin.

Als sie das Hauptzelt des Lagers betrat warteten die drei Elben, welche der Elbenfürst Litásíl zu ihnen geschickt hatte, bereits auf sie. Der größte der drei Elben wandte sich zu ihr um und begrüßte sie mit der für Elben typischen sternenklaren Stimme „Seid gegrüßt Zala, Königin aller Zwerge, ich freue mich euch noch einmal bei uns begrüßen zu dürfen, ihr seid in den letzten 15 Jahren nicht gealtert wie mir scheint.“ „Danke für die warmen Worte, Jasúlin, aber ich weiß sehr wohl das man mir all meine Dreihundertsechzehn Winter ansieht, “ begrüßte sie ihn und war sichtlich erfreut das Litásíl ihr einen alten Bekannten als Führer durch das Elbenreich Cataléarn gesandt hatte. „Auch weißt du hoffentlich dass wir uns nur deshalb wieder sehen weil ich eben nicht die Königin aller Zwerge des Kontinents Wurin bin.“ „Das ist mir durchaus bewusst, aber kommt, es gibt viel zu bereden bevor wir morgen früh aufbrechen um rechtzeitig zur Versammlung in Raurach, der Hauptstadt der Menschen anzukommen, unser Fürst wird in drei Sonnen zu uns stoßen.“ „Dann lass uns keine Zeit vergeuden, schließlich sollten wir auch noch etwas Schlafen“, mit diesen Worten begab sie sich, begleitet von den drei Elben, ins Innere des Zelts. Zwar herrschte seit Jahren Waffenstillstand zwischen den Zwergen und Elben dennoch misstrauten sie sich gegenseitig und wollten nichts miteinander zu tun haben. Manchmal kam es sogar zu blutigen Zwischenfällen. Als sie nun an dem Baumstumpf, der auf der Lichtung befunden hatte als sie angekommen waren, und der ihnen jetzt als Tisch diente, Saßen dachte sie bei sich: bei jedem anderen Volk hielte ich es für einen glücklichen Zufall das dieser Baumstumpf hier auf dieser Lichtung steht, doch bei den Elben ist es bestimmt kein Zufall, dafür lieben sie die Vollkommenheit und die Natur zu sehr als dass sie einen Baum fällen, ohne einen guten Grund dafür zu haben. Sie saß noch lange mit den drei Elben da und beratschlagte was man tun könnte um die Zwerge und Elben dazu zu bringen endlich Frieden zu schließen, zwar war zur Stunde des höchsten Mondes noch immer keine Möglichkeit gefunden dennoch verließen die Elben eben zu dieser Zeit das Zelt um sich zur Ruhe zu begeben. Zala dagegen blieb noch lange am “Tisch“ und hing ihren Gedanken nach dabei nahm sie die Axt vom Waffengürtel die sie vor langer Zeit von ihrem Freund Voldan Schmiedehammer geschenkt bekommen hatte, das war bevor sie Königin geworden war und er freiwillig mit den verbannten Zwergen gen Norden gezogen war, wo sie sich ein eigenes Zwergenreich erschaffen hatten, das war vor etwa einhundertzwanzig Jahren gewesen. Sie dachte an die Zeit vor der Verbannung, derer die sich nicht zwergisch verhalten hatten, sich zu viele Fragen gestellt und eigenmächtig nach Antworten gesucht hatten. Fast alle Zwergischen Wissenschaftler waren damals gegangen, weil sie sich bei den Ausgestoßenen freier in ihrer Forschung fühlten gaben viele als Grund für ihren Entschluss an, wenn man sie danach fragte warum sie gingen. Sie erinnerte sich noch genau an die Zeit davor in der es trotz der vielen Regeln, die in der Forschung eingehalten werden mussten regelmäßig zu Neuerungen im Leben der Zwerge gekommen war, doch seit diesem Tag waren sie quasi auf der Stelle getreten auch wenn sie, seit Beginn ihrer Herrschaft viele der Regeln abgeschafft hatte.

Zala war so tief in ihren Gedanken versunken das sie gar nicht merkte wie sich der Zelteingang in ihrem Rücken öffnete und eine schmale, Zwergen große Gestalt eintrat. Eine Zeit lang beobachtete die schmale Gestalt die Zwergin, die weiter gedankenverloren mit der Axt spielte, bis sie schließlich von hinten an sie herantrat und sie ihr mit einer schnellen Bewegung entriss, die überraschte Zwergin sprang auf, drehte sich zu dem ungebetenen Gast um und zückte blitzschnell ihren geschwungenen Dolch, der ebenfalls einst ein Geschenk von Voldan, dem letzten großen Schmied des südlichen Zwergenreiches, gewesen war. Plötzlich hörte sie eben dessen Stimme „Oh ich sehe du hältst sein Andenken in Ehren und trägst die Waffen die er dir einst schenkte noch!“, erklang es heiter. Sie dachte ihre Ohren spielten ihr einen Streich, denn der da vor ihr stand war zwar zweifellos ein Zwerg und seine Gesichtszüge ähnelten den seinen aber er konnte es dennoch nicht sein, er war einfach zu schmal für ihren früheren Freund schließlich war er Schmied. Zala hatte sich gerade gefangen und wollte die Wachen rufen da schnellte die rechte Hand des Zwerges, der ihre Absicht durchschaut hatte nach vorne und hielt ihr den Mund zu, dann beugte sich dieser nach vorne und flüsterte ihr mit der Stimme ihres einstigen Freundes ins Ohr: „Zala, Königin der Zwerge im Süden des Kontinents Wurin habt keine Angst ich bin nicht hier um euch zu schaden. Ich bin Rhumdan Schmiedehammer, ich bin der Sohn Voldans, er schickt mich damit ich euch zu ihm ins nördliche Gebirge bringe, er möchte mit euch reden. Werdet ihr mich also nicht verraten wenn ich euch loslasse?“ Damit habe ich eine Erklärung warum er die Stimme Voldans besitzt, er ist sein Sohn, dachte sie über seine Worte nach. Ohne weiteres Zögern nickte sie ihre Einwilligung das sie die Wachen nicht rufen wird wenn er sie losließe. Rhumdan ließ sie auf der Stelle los. „Voldans Timing war aber auch schon einmal besser Rhumdan, jetzt mit mir reden zu wollen wo doch die Ausgestoßenen mit ihren Maschinen Zwerge, Menschen und Elben angreifen und töten.“ „Diese Maschinen von denen ihr sprecht stammen keineswegs von uns im Gegenteil sie wurden von den Orks und anderen finsteren Kreaturen gebaut und greifen auch uns an. Wir wollten euch eigentlich um Hilfe gegen die Maschinen bitten, da wir nur wenige gute Krieger besitzen, da wir bis vor kurzem keine Krieger brauchten, weil die Orks bis vor kurzem an unseren Verteidigungsanlagen, wie den Gräben scheiterten aber jetzt gehen sie bei ihren Angriffen geordnet vor und haben diese Maschinen! Die Orks selber konnten wir bisher aufhalten aber ihre Maschinen sind einfach zu mächtig als das wir sie aufzuhalten vermögen und auch die Orks werden bald unsere Reihen durchbrechen und das Land überschwemmen, unsere erste Festung ist bereits gefallen. Bitte ihr müsst mit mir kommen und mit meinem Vater reden!“ Während er sprach füllten sich seine Augen mit Tränen und er begann zu schluchzen sodass Zala sich sehr anstrengen musste um seine letzten Worte zu verstehen. Als er sich wieder etwas beruhigt hatte sagte sie:„ Rhumdan ich werde mit dir kommen und meine besten Krieger nehmen wir gleich mit, keine Sorge ich vertraue ihnen Blind und sie haben nichts gegen euch,“ fügte sie schnell an da sie seinen ängstlichen Gesichtsausdruck bei der Erwähnung der Krieger gesehen hatte,„ also dann morgen früh werde ich unter einem Vorwand mit meinen Kriegern das Lager verlassen, wir treffen uns eine Meile südlich von hier am Rand des Canyons! Ruhe dich aus damit du morgen früh genug Kraft hast, den Tag durch zu wandern.“ Rhumdan nickte ihr zu lächelte verschmitzt und verließ das Zelt ebenso geräuschlos wie er es betreten hatte. Zala wartete noch einige Minuten und verließ dann ebenfalls das Zelt, schritt an den davor schlafenden Wachen vorbei und ging in ihr Zelt um zu schlafen bevor sie in einschlief wunderte sie sich kurz darüber das die Wachen vor dem Versammlungszelt geschlafen hatten obwohl sie es doch gewohnt waren lange wach zu sein.

Weit entfernt von Cataléarn im nördlichen Gebirge welches auch als Edelsteingebirge bekannt war stand Voldan auf dem Wehrgang der zweiten Feste und beobachtete die letzten Zweihundert Krieger die unter ihm gegen die anstürmenden Orks und Maschinen kämpften. Er sah wie die Zwerge den Orks die Helme spalteten und ihre Innereien auf dem Boden des Schlachtfeldes verteilten aber er sah auch Zwerge die von den Maschinen überrollt, erschossen oder von ihren seitlich angebrachten Klingen zerschnitten wurden. Auf Dauer würden die Zwerge gegen diese übermacht nicht bestehen können, die zweite Feste würde fallen so wie auch die erste gefallen war, er hoffte nur, dass sein Sohn, den er zu Zala, der Königin der Zwerge des Südens geschickt hatte Erfolg haben würde und mit einer großen Arme von Zwergen zurückkehren würde. „Bitte Thor, Gott der Zwerge hilf deinem Volk!“, sandte er ein Stoßgebet an seinen Gott und begab sich ebenfalls aufs Schlachtfeld um seinen Kriegern Mut zu machen, auf das sie die Feste noch stärker verteidigen würden. Noch auf dem Weg nach unten zog er seine zweischneidige Großaxt Orktöter und blies in sein Signalhorn um den Kriegern zu zeigen das er sie nicht allein gegen die Übermacht der Orks und Maschinen kämpfen lies. Kaum war er am unteren Ende der Treppe angelangt wurde er auch schon von einem Dutzend Orks angegriffen, er roch ihren stinkenden Atem und fing den  Hieb des nächststehenden Orks problemlos ab und schlug ihm im Gegenzug mit seiner eigenen Waffe zu. Der Ork hob zwar noch sein krummes Schwert um den Schlag abzufangen doch das rettete ihn auch nicht mehr, Orktöter durchtrennte die Klinge und die schlecht gearbeitete Rüstung des Orks ohne Probleme und drang zwischen dessen Rippen ein, durchschnitt den Ork zur Hälfte und wandte sich blitzschnell dem nächsten Feind zu. Es war als suche die Waffe sich ihre Ziele selbst aus, sie spaltete einen Helm nach dem anderen bis sich plötzlich keine Ziele mehr in ihrer Reichweite befanden.  „Werdet ihr wohl wieder kommen ihr stinkenden Schweine!“, brüllte Voldan den Orks die sich zurückzogen hinterher obwohl er im Grunde sehr froh darüber war das die Orks sich vorerst zurückzogen, denn seine Krieger brauchten Zeit sich von den kämpfen zu erholen und die Verletzten zu versorgen. Eine Stunde später als Voldan in den Tunnel des Zwergenreiches bog, der zu seinem Gemach führte hörte er hinter sich eine Stimme „Voldan wartet, ich muss mit euch reden!“ Voldan blieb kurz stehen um sich nach dem jungen Zwerg um zudrehen, als dieser ihn erreicht hatte fragte er ihn schroff:„ Was gibt es den so wichtiges, dass es nicht bis später warten kann und wehe du willst mir die Zahl derer nennen die die letzte Schlacht nicht überlebt haben oder verletzt sind. Sag mir lieber dass die Zimmerleute dabei sind neue Wehre zu errichten und diese bald fertig gestellt sind.“ „ Ähm das tut mir Leid aber ich wurde geschickt um euch davon in Kenntnis zu setzen das 22 Krieger die Schlacht nicht überlebt haben und…“ „ Genug ich will nichts mehr hören, sag mir wie weit die Zimmerleute sind!“ unterbrach Voldan den Zwerg in seiner Rede. Der junge Zwerg war verblüfft von dem Ausbruch Voldans und zuckte unweigerlich zusammen, den Kopf Ängstlich zwischen die Schultern gezogen sagte der Zwerg leise:„ Die Zimmerleute sind in ihren Quartieren und wagen sich aus Angst vor einem Angriff nicht hinaus um neue Wehre zu errichten.“ „ Was! Die Zimmerleute sind noch nicht einmal draußen! Dann sorg dafür das sie raus gehen, notfalls zwingt ihr sie eben dazu!“, brüllte er dem Zwerg noch lauter als zuvor entgegen. Der Zwerg dem es offensichtlich die Sprache verschlagen hatte nickte knapp und verschwand um die Ecke. Das wird ja immer besser jetzt werde ich bestimmt schlecht schlafen, dachte Voldan bei sich während er weiter zu seinem Quartier schritt ,hoffentlich kommt Rhumdan bald zurück und bringt kampferfahrene Zwerge mit, die uns beistehen!

Früh am Morgen des nächsten Tages ging die Königin zu Gilmers Zelt, um ihm zu sagen das er beim Treffen der Herrscher für die Zwerge sprechen sollte, doch Gilmer war bereits auf und kam ihr auf halber Strecke entgegen. „Morgen Königin, habt ihr gut geschlafen?“ erkundigte er sich betont höflich bei ihr. „Morgen Gilmer, ich wollte gerade zu dir.“ „Ach warum den, gibt es etwas besonderes?“ „Allerdings, könnten wir uns also woanders unterhalten?“ „Ja natürlich“, irritiert und zugleich neugierig auf das, was einer Geheimniskrämerei solchen Ausmaßes bedurfte geleitete er sie ihn sein Zelt. Dort angekommen begann die Königin sofort von der Begegnung mit Rhumdan in der letzten Nacht zu erzählen und von dessen Bitte an sie. „Ihr wollt mich doch nicht etwa verkohlen, werte Zala, ihr erzählt mir das ein euch unbekannter Zwerg an den Wachen vorbei in das Besprechungszelt gelangt sei und sich mit euch unterhalten hat. Und das soll ich euch glauben, verzeiht Königin aber das ist vollkommen unmöglich ihr werdet geträumt haben.“

„Ich habe nicht geträumt, im Gegensatz zu den Wachen vorm Zelt!“ erwiderte sie ihm schroff „Wie dem auch sei ich werde heute jedenfalls mit Freundil und Irimbur zum Treffpunkt gehen und auf Rhumdan warten, sollte er nicht auftauchen kehre ich morgen zu euch zurück, falls er aber auftaucht wirst du mich in den Gesprächen mit den Herrschern vertreten, während ich mich bei den ausgestoßenen aufhalte,“ fügte sie dann gewohnt freundlich an. Aber Zala selbst wenn es kein Traum gewesen ist, woher wollt ihr wissen das er die Wahrheit sagt?“ versuchte er es ein letztes mal mit besorgter Stimme sie von ihrem Vorhaben abzubringen, obwohl er wusste das es genauso viel Sinn hatte wie zu versuchen einem Troll das Lesen beizubringen. Wie als wüsste sie das er bereits aufgegeben hatte drehte sie sich auf dem Absatz um und schritt Richtung Ausgang, kurz bevor sie das Zelt verließ blieb sie noch einmal stehen und wandte sich an Gilmer. „Du weist was du zu tun hast, und  sag nichts was ich nicht auch sagen würde.“ Dann verschwand sie nach draußen Gilmer blieb allein im Zelt zurück. Er ging zu der Decke die seine Bettstatt darstellte, legte sich darauf und legte sich bereits die Worte zurecht mit denen er dem Gefolge erklären wollte warum die Königin den Tross verließ, keine leichte Aufgabe für einen Zwerg den die Wahrheit durfte er nicht sagen und im Lügen sind Zwerge keine Meister, selbst die Elben können besser lügen als sie.

In der Zwischenzeit durchkämmte Zala das Lager nach Freundil Orkschlächter und Irimbur Schädelspalter, den wohl besten Kriegern die das Volk der Zwerge jemals hervor gebracht hatte. Schließlich fand sie die zwei an der Theke der fahrbaren Taverne die die Zwerge aus dem Gebirge im mitgenommen hatten um auch unterwegs nicht auf ihr zwergisches Schwarzbier verzichten zu müssen. Beide hielten einen gefüllten Humpen, den sie an den mitgeführten Fässern stibitzt hatten, denn der Tavernenwagen hatte noch geschlossen, in der Hand und stießen miteinander an als sie die Königin auf sich zukommen sahen prosteten sie ihr zu um sich sogleich umzuwenden um ihr ebenfalls einen Humpen zu besorgen, als sie neben die beiden trat reichten sie ihr den Humpen den sie für sie gefüllt hatten, wobei sie jedoch nicht vergessen hatten sich selbst ebenfalls einen zu füllen. „Na, wen haben´s den gesucht, doch net etwa us zwei! Frau Zala sönstein, Königin der Swerge?“ begrüßte Irimbur sie wobei man seiner Stimme und seinem Mundgeruch merkte das er schon weit mehr als einen oder zwei Humpen Bier intus hatte, während Freundil unterdessen damit beschäftigt war seinen Humpen erneut zu füllen. „Doch genau euch zwei hab ich gesucht, ihr sollt mich in drei Stunden wenn ich das Lager verlasse begleiten.“ Erwiderte sie ohne auf seine Betrunkenheit und seine Unhöflichkeit einzugehen. „Wat da müssen wir us abba ranhalte wat Irimbur?“ „Jo!“ antwortete er seinem Kumpel und wandte sich dann an die Königin, „ wenn ihr mich also entschuldigen würdet.“ Zala sah die Zwerge noch einen Augenblick an dann schüttelte sie den Kopf, wandte sich um und ging in ihr Zelt um ihre Sachen zusammen zu packen die sie für die Reise benötigen würde. Im gehen fragte sie sich wie diese zwei Trunkenbolde es nur immer schafften gerade wenn Orks in der Nähe waren nüchtern zu sein, denn in der ganzen Zeit die sie nun schon unterwegs waren hatte sie die zwei fasst nie nüchtern gesehen. Sie hatte kaum zwanzig Schritte getan als sie einen der beiden ´Lass dich nicht lumpen, hau weg den Humpen’ rufen hörte und sich in ihrer Überlegung vielleicht noch andere Zwerge als Begleitung mitzunehmen bestärkte.

Drei Stunden später entfernte Zala sich vom Lager um sich mit Freundil und Irimbur zu treffen und zum Treffen mit Rhumdan zu gehen. Zu ihrer großen Verwunderung standen die Zwei bereits da und warteten auf sie. Doch was sie am meisten verwunderte war das beide vollkommen nüchtern waren. Ohne ein Wort der Freundlichkeit zu verlieren ging sie an den beiden vorbei, die grinsend am Wegrand standen. „Wo sollst den hingehen?“ fragten die beiden immer noch grinsend. Hatte sie anfangs geglaubt sie würden grinsen weil sie es rechtzeitig geschafft hatten am Treffpunkt zu sein. Befiel sie jetzt das ungute Gefühl das etwas hinter ihrem Rücken ablief von dem sie keine Ahnung hatte, da sie aber niemanden zu Unrecht verurteilen wollte behielt sie ihren Verdacht für sich, stattdessen antwortete sie, „Wir wollen jemanden treffen, der uns möglicherweise weit in den Norden führt.“ „Hab ich es nicht gesagt?! Nix mit Orks und andrem Getier, du schuldest mir zwanzig Humpen Schwarzbier.“ Kam es daraufhin wie aus der Armbrust geschossen aus Freundils Mund. „Das steht noch nicht fest, wenn wir nach Norden reisen ist es sogar sehr wahrscheinlich dass wir auf Orks treffen.“ Erwiderte sie ungefragt und half so dem niedergeschlagen zu Boden sehendem Irimbur aus seiner Wettschuld herauszukommen.

„He, he siehst du Freundil nicht ich schulde dir die Humpen sondern du mir!“ „Moment das habe ich nicht gesagt, ich sagte das es sein kann das wir auf Orks und dergleichen treffen aber nicht das es auf jeden Fall dazu kommt.“ „Soll das heißen das wir mit dem Trinken warten sollen bis die Reise vorbei ist?!“ „Ja, genau das soll es heißen aber wenn es dich beruhigt, wenn alles ohne Probleme von statten geht dann bekommt jeder von euch zwanzig Humpen von mir.“ „Echt? Hast du das gehört Freundil? Ist das nicht klasse.“ Sofort schallte es aus Freundils Mund: „wenn das so ist dann sollten wir langsam weiter sonst ist die Reise nie vorbei.“

So gingen die drei also begleitet vom zwitschern der Cataléarnischen Vögel und dem Grölen Irimburs, der sich bereits in Gedanken in der heimatlichen Taverne, die zwanzig Humpen leerend wähnte, los. Doch bis er wieder in der Taverne in Onüx, der Hauptstadt der Zwerge im schwarzen Gebirge sitzen und Bier trinken konnte sollte noch viel Zeit vergehen. Nach einem strengen Marsch, bei dem Irimbur das Tempo vorgab kamen die drei gegen Mittag am mit Rhumdan vereinbarten Treffpunk an. Doch von eben diesem fehlte jedwede Spur. Sofort er griff Irimbur seine Chance über die Ausgestoßenen herzuziehen. „Na, was hab ich ihnen gesagt euer Hochwürden, diese Zwerge aus dem Edelsteingebirge“, er spuckte dieses Wort förmlich aus, „sind doch alle gleich, alles Lügner und Betrüger!“ „Recht hast du! Diese elenden Gnome das war doch nur ein Trick um uns um unser Bier zu bringen.“, stimmte ihm Freundil zu. „Ihr seit zwei Säufer wie sie im Buche stehen, denkt ihr wirklich dass sich jemand solch eine Mühe macht nur um euch um euren Suff zu bringen? Ich sage wir warten, wenn er in drei Stunden nicht auftaucht gehen wir wieder zurück zum Lager.“ „Drei Stunden aber dann wird doch schon lange kein Bier mehr ausgeschenkt wenn wir ankommen!“, kam es sofort wie aus einem Mund von den beiden. „Keine Widerrede wir warten!“, erhob Zala ihre selbst für eine Zwergin sehr gewaltige Stimme. Immer noch murrend setzten sich die beiden daraufhin auf einen Stein in ihrer Nähe und schmauchten eine ihrer Zwergischen Pfeifen.

Indessen ging Voldan zunehmend besorgt Über die Lage der Zweiten Feste in seinem Zimmer auf und ab, immer darauf gefasst sofort zu einer erneuten Verteidigung eben dieser ausrücken zu müssen. Und als dann ein Bote eintrat ergriff er sofort den Schaft seiner Axt und wollte sich auf den Weg machen, doch der Bote, der offensichtlich damit gerechnet hatte stellte sich ihm in den Weg. „Mein König ich bringe euch gute Nachrichten.“ „Dann raus mit der Sprache ich erhalte in letzter Zeit nicht gerade oft gute Nachrichten, da wird mir diese bestimmt gut tun!“ „Es geht um ihren Adoptivsohn Kyuuketsuki er ist seit dem ersten Angriff der Orks auf dem Weg der Besserung und wird jeden Tag stärker.“ „Ein Grund mehr die Zweite Feste nicht an die Orks fallen zu lassen.“ „Da habt ihr natürlich Recht aber lange können wir die Feste nicht mehr halten unsere Krieger sind zu erschöpft.“ „Krieger, Pah, die einzigen Krieger die wir haben sind meine Söhne und ich, ich hoffe nur dass Rhumdan bald zurückkehrt von dem Treffen mit der Königin der Zwerge aus dem Norden.“ „Glaubt ihr den wirklich dass die Zwerge des Nordens uns, den Ausgestoßenen, zu Hilfe kommen werden?“ „Ich hoffe es sehr, denn ohne ihre Hilfe sind wir verloren. Wir müssen einfach darauf vertrauen dass sie ihre Vettern nicht sterben lassen. Und nun geh, ruh dich aus beim nächsten Kampf werden wir auch deine Kampfesstärke brauchen.“ „Sehr wohl und auch ihr solltet euch ausruhen.“ Mit diesen Worten verschwand der Bote in die Richtung in der die Schlafsäle lagen. Mich ausruhen, ihr wisst gar nicht wie gern ich das täte aber es ist mir momentan nicht vergönnt mich auszuruhen, vielleicht wenn Zala hier ist vielleicht darf ich mich dann endlich ausruhen, dachte Voldan bei sich während er dem gehenden Boten nachsah.

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